Montag, 30. November 2009

Willkommen in Zimbabwe

Es geht bergab mit dem Land und ich habe von mehreren Seiten gehoert, dass der eingeschlagene Weg in Richtung Zimbabwe geht.Uebrigens schuldet Zimbabwe Malawi ueber 100Millionen US$. Einem komplett bankrottem Staat soviel Geld zu leihen und jetzt selber auf den Bankrott zu gehen beweist nicht grade, dass der Staatspraesident ein promovierter Wirtschaftswissenschaftler ist. Momentan laeuft ja (neben der WTO Ministerkonferenz) auch der Commonwealthgipfel in Trinidad. Bingu hat seine Teilnahme kurzfristig abgesagt. Offiziel, weil er ein gutes Beispiel abgeben moechte, denn er hat von seinen Ministern gefordert, dass sie nur 6 Auslandsreisen a 2 Wochen pro Jahr machen. Aber in Wirklichkeit gibt es entweder keinen Treibstoff fuer seinen Jet (den er vor 3 Wochen gekauft hat fuer 12Millionen) oder es gibt nicht genuegend Dollar, dass er sich in einem 5Sterne Hotel in der pre Carnevalssonne mit Champagner und Kavier zu schuetten kann. Das ist auch, was ich am schlimmsten finde, die staendigen und extrem offensichtlichen Luegen der Politiker. Zu jedem kritischen Thema gibt es eine Politikerluege, die sich innerhalb von 24h als eine solche herausstellt. Und die Wahrheit von Anfang an zu sagen, waere ueberhaupt nicht schlimm, wird wohl aber als Schwaeche angesehen. Ihr erinnert euch sicherlich noch gut an den DPP-Politiker, der vor 3Wochen den Praesidenten in einem Brief kritisiert hat. Erst wurde er ja aus der Partei geschmissen und jetzt am Wochenende wurde er verhaftet. Warum? Keine Ahnung.
Wirtschaftlich gesehen geht es Malawi auch von Tag zu Tag schlechter. Die Treibstoffkrise war ja anfangs nur auf Diesel beschraenkt, jetzt gibt es auch kein Benzin mehr. Und wenn es mal etwas gibt, dann extrem teuer (Angebot und nachfrage). Ein Liter Diesel kostet momentan 1,60Euro in einem Land, indem mehr als 60% der Bevoelkerung weniger als 1$ pro Tag verdienen...Es gibt natuerlich auch eine neue Erklaerung dafuer. An einer Bruecke in Mozambik werden Bauarbeiten durchgefuehrt und deshalb koennen die Tanklaster nicht nach Malawi gelangen.Die Krise hat natuerlich auch Auswirkungen auf alle Bereiche des Landes. Busse fahren nicht, Krankenhaeuser koennen nicht adequat arbeiten, da sich Stromausfaelle haeufen und kein Diesel fuer die Generatoren vorhanden ist, Duengemittel (es ist grade Aussaatzeit) koennen nicht ausgeliefert werden. Letzteres gilt natuerich nur, wenn es auch Duengemittel gibt. Die letzte Wahl wurde von der DPP gewonnen, weil sie ein subventioniertes Duengemittelprogramm (als Least Developed Country duerfen sie (anders als die EU) Inputsubventionen vergeben) versprochen haben. Es gibt aber sehr wenig Duenger und noch weniger subventionierten. Offizielle Erklaerung: Das Schiff mit dem Duenger wurde vom\n somalischen Piraten gekapert...
Neu dazu gekommen zu den schon vorhandenen Problemen ist eine Wasserkrise. In Blantyre gibt es teilweise tagelang kein Wasser und auch hier in lilongwe bleiben die haehne manchmal stundenlang trocken. Die Schuld wird Escom (dem Stromanbieter) gegeben, ohne Strom keine Pumpen, kein Wasser.
Letzte Woche wurde dann auch mal reagiert und sowohl der ESCOM Boss, als auch der Waterboard Boss wurden gefeuert, na das ist doch mal ein Anfang.
Soweit die politischen News aus dem NEW-Zimbabwe, es folgen die erfreulicheren privaten

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